Bildungspraxis und Bildungsforschung auf Augenhöhe

Rund 40 Fachpersonen aus der Forschung, der Praxis, aus Verwaltungen und von Stiftungen setzten sich am 10. September 2020 gemeinsam mit dem Thema „Bildungsforschung und Bildungspraxis auf Augenhöhe“ auseinander. Auslöser für die Organisation der Tagung war die Feststellung, dass die Zusammenarbeit zwischen der Praxis und der Forschung immer wieder zu Diskussionen Anlass gibt. Die Teilnehmer*innen stellten sich deshalb die Frage, unter welchen Bedingungen eine Kooperation für beide Seiten sinnvoll und nützlich sein kann.

Überblick über das Programm

Gleich zu Beginn der Tagung stellten die Teilnehmenden das Tagungsthema aber zuerst auf den Kopf und fragten sich, wie man gewährleisten kann, dass die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis ganz sicher nicht gelingt. Sie fanden zahlreiche Sachverhalte, die einen Misserfolg der Zusammenarbeit garantieren: Prozesse sabotieren. Vorurteile pflegen. Fragen zum falschen Zeitpunkt stellen. Antworten ausserhalb des Zeitfensters schicken. Auf keinen Fall etwas von sich preisgeben. Sprache so wählen, dass Missverständnisse entstehen. Ja nichts ändern wollen.

Was die Teilnehmenden augenzwinkernd im «Kopfstand» erarbeiteten, bildete die Grundlage für die gemeinsame Entwicklung von Eckdaten einer Charta, die Bedingungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit festhält. Die Teilnehmenden umrissen Bereiche, in denen Standards gesetzt werden sollten, und legten mögliche Inhalte fest.

Erste Ergebnisse ersehen Sie aus unten stehendem „Protokoll“ der Tagung.

© Michael Meier – Denkpinsel

In einer Schlussbefragung konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu drei Weiterentwicklungen des Themas Stellung nehmen:

  • Ausarbeitung einer Charta zur Zusammenarbeit von Forschung und Praxis auf der Basis der Tagungsergebnisse
  • Erstellung einer Checkliste und einer Vereinbarungsvorlage, die Schulen und Forschende zu Beginn einer Zusammenarbeit gemeinsam unterschreiben können
  • Erarbeitung eines Orientierungsrahmens im Sinne einer Selbstverpflichtung von Forschenden

Alle drei Weiterentwicklungsmöglichkeiten erachteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer als wichtig bis sehr wichtig.

Haben Sie Interesse, an der Charta oder an der Checkliste/Vereinbarung zur gelingenden Zusammenarbeit von Forschung und Praxis mitzuarbeiten? Oder den Orientierungsrahmen für Forschende mitzugestalten? Bitte nehmen Sie doch mit uns Kontakt auf!